GILCOdesign
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Darauf folgte eine lange Reihe von Realisierungen, welche die Aktivitäten des Studios auf dem Gebiet des Designs und der Architektur bestätigt haben.
Seit 2004 hat Marco Colombo neben seiner Tätigkeit als Architekt auch die Leitung als erster Mann des Unternehmens zusammen mit Serena Omodeo über (die auch seine Partnerin im Architektenbüro ist), wobei das gemeinsame Projekt ist, die Unternehmenspolitik zur höchsten Wertschöpfung aus seinem ursprünglichen Kernbereich zu entwickeln: Innovation, Qualität und Hochtechnologie für sehr anspruchsvolle Nischen.
Innerhalb von Trafiltubi ist das Labor von GILCODESIGN das Forschungszentrum und das Zentrum für das historische Gedächtnis. Es ist heute noch Inhaber der Marke Gilco und Erbe des planerischen Vermächtnisses von Gilberto Colombo.

Fußnote
wo
Gilco, Colnago und Saronni
Geschichte von Trafiltubi
Die Geschichte von TRAFILTUBI beginnt im Jahr 1919, als Angelo Colombo die Werkstatt für die Herstellung von Rohren gründete, die dann zur Gesellschaft A.L. COLOMBO werden sollte. Diese war auf Präzisionsstahlrohre spezialisiert.
Angelo und Gilberto Colombo
In den Zwanziger- und Dreißiger-Jahren gehört das Unternehmen mit der Marke Columbus zu den größten italienischen Herstellern von rationalistischen Möbeln, die nach Plänen von Architekten wie Bottoni, Breuer, Le Corbusier und Mies van der Rohe hergestellt wurden. Daneben läuft die Herstellung von Stahlrohren mit Chrom-Mangan und Chrom-Molybdän für die Luftfahrt weiter.
Auf dem Gebiet des Wettkampfsports feiern die hergestellten Fahrräder mit ihren Rahmen Erfolge, die der Marke Columbus rasch einen internationalen Ruf einbringen.
Zu Ende der Dreißiger-Jahre vertieft Gilberto Colombo, der Sohn von Angelo, in seinen ersten Jahren an der Ingenieurhochschule die Forschung über die technischen Eigenschaften von Spezial-Stahlrohren: hier festigt sich seine Leidenschaft für das Planen, aus der sich mit wachsendem Erfolg die Potentiale der Spezialrohre für die verschiedensten Anwendungen entwickeln.
Columbus-Marken
Enzo Ferrari
Im Jahr 1946 entsteht die Marke GILCO (aus GILberto und COlombo), mit der alle seine Projekte gekennzeichnet sind. Und mit dieser Marke realisiert Gilberto eine Umarbeitung des Maserati Formel 1 für den Rennstall Milan der Gebrüder Ruggeri.
Gilco-Marken
Im gleichen Jahr beginnt mit dem Zusammentreffen von Gilberto Colombo mit Enzo Ferrari eine lange Zusammenarbeit bei der Planung von Rennwagen. Tatsächlich wandte sich Enzo Ferrari, als er sich entschied, die Fahrzeuge, die seinen Namen tragen sollten, selbst zu bauen, bezüglich der Planung und Ausführung seiner Fahrgestelle an Gilberto Colombo, der für ihn ein Fahrgestell für ein Formel Eins-Auto mit Rohren erstellte, die einen ovalen Querschnitt hatten, und gleichzeitig fest und doch leicht waren. Aus diesem Projekt entstand das von Gioachino Colombo geplante Fahrgestell des 125, eines 12-Zylinder mit 1500 cm3, Blattfederaufhängung, Houndaille-Stoßdämpfern, wozu noch die Leichtigkeit des Fahrgestells kam: das Fahrzeug wog tatsächlich nur 650 Kg, der Maserati 2000 dagegen 720 Kg. Im gleichen Jahr errang der 125 mit dem Fahrer Cortese seinen ersten Sieg auf der Caracalla-Rennstrecke in Rom. Die Marken Gilco und Ferrari sind also zusammen entstanden, und FERRARI begann 1947 mit den Gilco-Fahrgestellen Rennen zu fahren. Diese wurden bis 1955 vierteljährlich in einer Stückzahl von 25-30 Stück für den Ferrari-Rennstall bestellt, für den über viele Jahre Piloten fuhren, wie Fangio, Ascari und Villoresi, und die Lieferzeiten betrugen im Durchschnitt 15 Tage.

Eine der Anerkennungen von Enzo Ferrari für Gilberto Colombo war eine Trophäe mit einem Pferd und einer Bronzeplakette mit der Aufschrift "In Dankbarkeit für Gilco", die er zum Dank und zur Feier des Sieges bei den Weltmeisterschaften 1953 herstellen ließ.

Aber in den Fünfziger- und Sechziger-Jahren interessierte sich Gilberto Colombo auch für die Planung von Segelbooten und das so sehr, dass er im Jahr 1966 in Lierna am Comer-See eine kleine Werft aufmachte, wo an die zwanzig von ihm geplante Bootsrümpfe das Licht der Welt erblickten. Darunter waren die Stars Roberta II und Roberta III, mit denen Marco Colombo, Gilberto's Sohn, in der Folge Rennen segelte und bei der italienischen Meisterschaft vier Jahre in Folge Siege errang, in den Jahren 1973 und 1975 belegte er den ersten Platz. Ebenfalls von Colombo stammen die Pläne der Stars der Werften Folli und Lillia, von denen einer bereits der Protagonist der Weltmeisterschaft von 1982 war. Im Jahr 1986 wurden zehn der ersten elf Plätze bei den Weltmeisterschaften von Booten der Werften Folli und Lillia belegt, die von Gilberto Colombo geplant worden waren.

Im Jahr 1966 machte Gilberto Colombo auch sein eigenes Labor selbstständig, das bis dahin immer im Rahmen des väterlichen Unternehmens agiert hatte: als eine Zweigfirma der A.L. COLOMBO entstand schließlich TRAFILTUBI, die ihre Aktivitäten an den Sitz in Novegro übersiedelte, wo sie noch immer tätig ist.x Von da an verfolgte das Unternehmen den Weg, aus dem es entstanden war, nämlich indem es eine immer größere Spezialisierung bei der Herstellung von Rohren mit Spezialprofilen suchte, die für die ausgefallensten Anwendungen entwickelt werden.

Foto des Unternehmens
Werkstatt Pferdchen Fahrräder
Tisch
In diesem Rahmen kam es auch zum Exklusivvertrag, der 1986 mit dem renommierten französischen Stahlhersteller Aubert & Duval zustande kam, um in Italien die Technologie zur Herstellung von gezogenen Rohren zu entwickeln "ausschließlich auf Basis von Stahlen von Aubert & Duval in speziellen Nuancen für den Flugzeugbau, die Auto- und Motorradherstellung und den Bau von Fahrrädern".
Aubert&Duvall

Unter diesen Nuancen ist besonders der berühmte Spezialstahl SCV zu erwähnen, auch als 15CDV6 bezeichnet, für dessen Verarbeitung Trafiltubi dann durch die Herstellung von gezogenen Hochleistungsrohren der unbestrittene Protagonist wurde.

In den Achtziger-Jahren kam Gilberto Colombo auch wieder dazu zurück, sich für die Planung von Radrennrahmen zu interessieren, und so kam es, dass er Erfindungen machte, die das Konzept des Fahrrades revolutionierten.

Das Patent Nr. 203553 gilt der Erfindung: "Organ für die stabile Verbindung von Rohrelementen, die untereinander verschiedene Winkel bilden."

Das Patent Nr. 203593 gilt der Erfindung: "Reihe von Rohrelementen mit verschiedenen Profilquerschnitten für den Bau von Fahrradrahmen."

Patent 203553
Patent 203593
Einige der berühmtesten Projekt von Gilberto Colombo in jenen Jahren:

Außer dem ersten MASTER-Rahmen mit sternförmigem Querschnitt (1983 von Colnago hergestellt) das Master Pista (im Jahr 1985), das Master Dual (eine Idee aus dem Jahr 1987, die Colnage danach auch weiter entwickelt hat, um die Serie Carbiturbo mit einem doppelten Kohlefaserrohr zu bauen).

Und von diesem ursprünglichen Gilco-Projekt wurde auch das Design des gefeierten Rahmens T40 Gilco 2006/2007 inspiriert.

Die Rahmenserie Multishape für Columbus entstand aus einem Projekt aus dem Jahr 1986 und wurde 1989 von Columbus hergestellt.

Für Cinelli wurde der Laser aus dem Jahr 1985 entworfen, der im Jahr 1991 nach dem Tod von Gilberto den Goldenen Zirkel erhielt.

Mit den Erfindungen, die diesen historischen Projekten zugrunde liegen, führte Gilberto für die Planung des Fahrrads Innovationen ein, die sehr viel dazu beitrugen, dass sich die italienischen Marken und die mythischen Produkte für den Radsport, wie etwa das Colnago-Rad weltweit behaupten konnten.

Der technische Wert seiner Projekte, die mit der Technologie von TRAFILTUBI realisiert wurden, wird durch die Tatsache bestätigt, dass diese auch heute noch weitaus nicht überholt sind, sondern immer noch bei der Herstellung von Fahrrädern geschätzt und eingesetzt werden und immer noch die höchste Qualität bezüglich der Verwendung von Stahl auf dem Gebiet von Rennrädern darstellen.

In der Zwischenzeit begann der Sohn von Gilberto, Marco Colombo, als Architekt in einem unabhängigen Büro zu arbeiten, und widmet sich auf den Spuren seines Vaters neben der Architektur auch dem Industriedesign, wobei er mit Interesse auf die Planungsmöglichkeiten blickt, die sich gerade aus den Spezialprofilen des Familienunternehmens ergeben können. Bei seinem ersten Projekt, der Lampe DOVE aus dem Jahr 1985 (von englisch "dove", Taube) benutzt er in der Tat dünne Spezialrohre von TRAFILTUBI, die als Mittel fungieren, um der Lampe das exklusive Design zu verleihen, das sie weltweit berühmt gemacht hat.

Laser und Goldener Zirkel
In jenen Jahren kommt es auch dazu, dass Gilberto auf Bitte von Ernesto Colnago hin das berühmte "sternförmige" Profil S/4 entwickelt, aus dem dann der sagenhafte Master-Rahmen entstehen sollte.
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